Reboarder einbauen

In diesem Artikel möchten wir dir erklären, wie Du deinen Reboarder richtig und vor allem sicher einbaust.

Reboarder einbauen

Reboarder – rückwärtsgerichtete Kindersitze – sind die sicherste Art des Transports von Kindern im Auto. Seit einigen Jahren ist diese Tranportform auch gesetzlich vorgeschrieben. Das i-Size-Gesetz normierte daraufhin seit 2013 sukzessive die Kindersitze bzw.

Reboarder so, dass sie heute (2020) für Kinder bis etwa zum 12. Lebensjahr geeignet sein können, auch wenn das gesetzlich in diesem Alter längst nicht mehr vorgeschrieben ist (nur bis rund 15 Monate bzw. abhängig von der entsprechenden Körperhöhe und dem Gewicht des Kindes). Die Variante bietet aber für ältere Kinder die größtmögliche Sicherheit. Nun fragen sich Eltern, die eines der vielen Reboarder-Modelle erworben haben: Wie muss ich den Reboarder einbauen?

Reboarder einbauen – mit oder ohne Isofix

Wenn ein Auto und der neue Reboarder gemeinsam mit Isofix ausgestattet sind, können Sie wirklich leicht den Reboarder einbauen. Er wird in die Gegenstücke des Isofix-Systems im Auto gedrückt, dadurch stellt sich die starre Verbindung zwischen dem Reboarder und dem Auto her. Der Standfuß und/oder ein Zusatzgurt bieten eine zusätzliche Sicherheit. Ohne Isofix lässt haben Sie es etwas schwerer, wenn Sie den Reboarder einbauen möchten.

Er wird mit den Gurten des Autos befestigt (wie jeder Kindersitz ohne Isofix, nur in entgegengesetzter Sitzrichtung). Der Dreipunktgurt wird durch die Öffnungen des Reboarders gezogen und dann wie üblich angeschnallt. Wichtig ist es, die richtige Gurtführung am Sitz anzuwenden. Reboarder ohne Isofix vermerken diese aber in ihrer Bedienungsanleitung, zudem sind die Führungen deutlich sichtbar.

In einem extra dafür bestimmten Artikel haben wir bereits Reboarder ohne Isofix vorgestellt. Am besten probieren das Neukäufer eines Reboarders bzw. Autos ohne Isofix einmal in aller Ruhe bei Tageslicht und vor allem ohne Kind. Wenn der Sitz einmal verankert ist, muss der Vorgang auch nur selten wiederholt werden – es sei denn, eine Familie wechselt mit dem Sitz zwischen verschiedenen Autos.

Reboarder einbauen für die Kleinen

Bedenken Sie stets: Nur wenn Sie völlig korrekt den Reboarder einbauen, bietet er die volle Sicherheit. Beim Kauf in Fachmärkten sind es oft die Verkäufer, welche den Reboarder einbauen.

Kann ich auch auf dem Beifahrersitz den Reboarder einbauen?

Auch wenn davon abgeraten wird: Es ist nicht verboten, bei ausgeschaltetem Beifahrerairbag (!) ein Kind auf dem Beifahrersitz zu transportieren. Natürlich ist der passende Kindersitz vorgeschrieben. Mindestens bis zum 15. Lebensmonat, meistens aber viel länger wird dies ein Reboarder sein. Es gibt natürlich Ausnahmen von der Möglichkeit, das Kind auf dem Beifahrersitz zu transportieren: Manche Autohersteller verbieten das für bestimmte Modelle.

Der Front-Airbag vor dem Beifahrersitz muss zwingend ausgeschaltet sein, sonst droht ein empfindliches Bußgeld. Das Kind würde ein Auslösen des Airbags wahrscheinlich nicht überleben. Wichtig zu wissen: Die Befestigung mit Isofix gelingt auf dem Beifahrersitz nur selten, meistens gibt es dort die entsprechenden Bügel nicht. Wenige Familieneditionen sind auch vorn mit Isofix ausgestattet (vor allem französische Marken).

Isofix lässt sich natürlich auch nachrüsten, wenn Sie sehr gern auf dem Beifahrersitz einen Reboarder einbauen möchten. Bei der Befestigung mit Spanngurten muss der Beifahrersitz sehr weit zurückgeschoben werden. Lange Spanngurte lassen sich sogar in der hinteren Sitzreihe befestigen und unter dem Beifahrersitz durch nach vorn legen. Wenn die Gurte laut Bedienungsanleitung gekreuzt werden müssen, dann sollten sie sich auch unter dem Beifahrersitz kreuzen.

Fazit: Wie du deinen Reboarder sicher einbaust.

Im Grunde ist das Handling von Reboardern relativ einfach, zumal sich Isofix schon länger flächendeckend durchsetzt. Wenn Sie ein Auto mit Isofix fahren, kaufen Sie auch einen entsprechenden Kindersitz. Auf diese Weise können Sie wirklich kinderleicht den Reboarder einbauen.

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